Na sowas, das haben wir aber nicht bestellt! Als wir um 8:00 Uhr vom Wecker aus dem Schlaf gerissen werden, müssen wir entsetzt zur Kenntnis nehmen, dass heute die Sonne wohl Urlaub hat, denn es regnet und regnet und regnet... :-( Gefällt mir definitiv NICHT!!!
Schnell das Internet befragt, was der Wetterbericht zu dieser unglücklichen Situation sagt: Besserung im Laufe des Tages in Sicht! Gut, wenn das so ist dann ab ins Auto in Richtung Kap...
Gegen 10:00 Uhr sind wir on the road und fahren in südliche Richtung, wobei sich auch nach knapp einer Stunde Fahrt keine Wetterbesserung einstellt - Im Gegenteil - es sieht eher schlimmer aus, der Regen wird immer dichter und der Himmel lässt kaum Hoffnung auf Besserung zu. Wir lassen uns davon allerdings nicht beirren und fahren zielstrebig nach Simon`s Town wo uns eine große Herde Pinguine doch ziemlich entschädigt! Die sind schon echt sehr süß! Vor allem wenn sie laufen sieht das so richtig tapsig aus, aber die meisten sind einfach nur faul und bewegen sich keinen Millimeter. Sieht aus wie ein Standbild! Ich bin aber trotzdem ziemlich begeistert von diesen kleinen Geschöpfen! Das Wetter bessert sich noch immer nicht und wir sind schon bald am Kap der guten Hoffnung.
Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Petrus uns dort das perfekte Wetter liefert. Ich sollte aber schnell eines besseren belehrt werden! Wie eigentlich nicht anders zu erwarten war ist das Wetter am Kap mehr als bescheiden. Und da ich ja ein stets optimistischer Mensch bin habe ich natürlich in weiser Voraussicht alle meine Regenklamotten vorsichtshalber in Good Old Germany gelassen! Böser Fehler: Mein Pulli ist inzwischen schon total durchnässt und ich fange an richtig zu frieren, na Super!
Die Wanderung auf den Berg am Kap stellt sich daher für mich auch eher als Tortur dar und die nassen Felsen machen das ganze auch nicht besser! Hilfe, Mama, ich will wieder runter!!! Einziger Lichtblick sind die kleinen Dessies, die hier überall rumlungern.Die sind schon echt sehr süß und ein begehrtes Motiv zum Fotografieren. Oben an der Spitze des Berges laesst die Aussicht ein bisschen zu wünschen übrig, aber für ein Foto reicht es allemal. Mir ist das Ganze aber doch nicht so geheuer und ich will wieder runter, außerdem ist mir inzwischen auch schon ziemlich kalt und mein Pulli ist komplett durchnässt. Also nur noch das obligatorische Foto mit dem Cape-of-good-hope-Schild machen und weiter geht's. Hank, der Stuntman meint dabei einen Sprung über das Schild machen zu müssen und platsch fällt er mit dem Gesicht in eine rote Pfütze. Ich kann meine Schadenfreude nicht wirklich verbergen, schließlich bin ja sonst ich der Bruchpilot! Haha, hat's den Herrn auch mal hingelassen! :-)
Nach diesem Stunt geht's weiter zum Cape Point und den Leuchttürmen, aber unglücklicherweise ist dort der Nebel so dicht, dass man gar nichts mehr sieht und der Regen ist mittlerweile auch so stark, dass wir das Auto gar nicht mehr verlassen wollen. Nur die Aussicht auf einen leckeren Cappuccino laesst uns doch aussteigen. Naja, dann eben keine Leuchttürme für uns....
Wir kehren sodann um und fahren zurück in Richtung Kapstadt. Unterwegs wird das Wetter besser und vereinzelt kommt der blaue Himmel durch. Die anderen huschen nochmal an einen Strand, aber mir ist zwischzeitlich so kalt, dass ich gar nicht mehr aussteigen mag.
Nachdem alle Kinder wieder da sind geht die Fahrt weiter. Schnell mal ne Runde geschlafen und schon sind wir in Muizenberg. Das ist der Strand mit den berühmten bunten Häuschen. Pünktlich zu unserer Ankunft lässt sich auch endlich die Sonne blicken und mir ist erstmals am heutigen Tag wirklich warm. Hier ist es wirklich sehr schön, also bleiben wir eine Weile bis wir den restlichen Weg zurücklegen.
In Kapstadt angekommen peilen wir einen Ausflug an die Touristenhochburg, die Waterfront, an. Das erste was ich hier mache, ist mir eine Softshell-Jacke kaufen, denn nochmal will ich das nicht erleben. Ich war wohl wirklich zu optimistisch!
Wir schlendern ein Wenig durch die Gässchen und die vielen Shops bis wir schließlich völlig ausgehungert bei einem Italiener einkehren und uns eine wohlverdiente Mahlzeit genehmigen.
Völlig erschöpft kehren wir letztendlich zurück zu unserem Appartement, wo auch bald die Lichter ausgehen...
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